May 23
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23.05.2009: Die sicherste Party: Lass’ Dich überwachen (Tageszeitung Neues Deutschland)

Die sicherste Party: Lass’ Dich überwachen
Was ist Demokratie? Das Aktionsbündnis »Freiheit statt Angst« lädt zu einer Langen Nacht ein
Von Andreas Heinz

Was ist eigentlich Demokratie? Das ist eine von vielen Fragen, die das Aktionsbündnis »Freiheit statt Angst« während der Langen Nacht der Überwachung am heutigen Samstag beantworten will. Mit jeder Menge Veranstaltungen möchte das Bündnis vor allem junge Menschen »in ihrer Erlebniswelt Club abholen« und sich dann mit den Themen Grundrechte und ausufernde Sicherheitsgesetzgebung auseinandersetzen.

»Mit dem Bündnis wollen wir gemeinsam den Einsatz gegen
Massenüberwachung fortführen«, erklärte gestern Sprecher Ricardo
Remmert-Fontes. Anlässlich der Feier »60 Jahre Grundgesetz« erinnern
die Bündnismitglieder zum Beispiel daran, dass jeder das Recht auf
Frieden ohne Kriegseinsätze hat. Zu diesem Thema wird ins »Stella« am
S-Bahn-Bogen 49 eingeladen (Bahnhof Jannowitzbrücke). »Wir unterstützen
die Forderung, Frieden nur mit friedlichen Mitteln zu schaffen und
nicht durch Kriege«, erläutert Remmert-Fontes. Dazu wird die
Juristenorganisation IALANA Stellung nehmen. IALANA (International
Association Of Lawyers Against Nuclear Arms) engagiert sich für
gewaltfreie Konfliktlösungen. Auch das Recht auf zivilen Ungehorsam
wird gefordert, ebenso auf freie Software oder unwirtschaftliche
Betriebsamkeit.

Auf der Einladung heißt es: »Die sicherste Party der Stadt. Lass’
Dich überwachen!« Deshalb gibt es auch spezielle Vorträge zur
Videoüberwachung und Datenspeicherung. »Gerade bei der Überwachung muss
der Staat in seine Schranken gewiesen werden«, steht auf der
Internetseite des im November vorigen Jahres gegründeten
Aktionsbündnisses. So wird um 20 Uhr im RAW-Tempel in Friedrichshain
der Bildvortrag »Freiräume statt Überwachungswahn – die Intervention
Mediaspree versenken!« präsentiert.

Wer an den Workshops teilnehmen will, sollte sich schon mittags auf
den Weg machen, denn die lange Nacht beginnt um 12 Uhr im Deutschen
Historischen Museum. Hier gibt es bis 17 Uhr Veranstaltungen zu den
Themen Grund- und Menschenrechte, Flüchtlingsrechte oder
Pressefreiheit. Auch die Stiftung Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
ist vertreten. »Wer wissen will, was bis in den frühen Morgen los ist,
schaut am besten auf unsere Internetseite«, so der Rat von
Remmert-Fontes (www.aktion-freiheitstattangst.org.). Mitmachen kann beim Aktionsbündnis jeder.

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May 22
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Superfrüh: Grundgesetz, Kater und Sexshop | MotorFM

Superfrüh: Grundgesetz, Kater und Sexshop

An diesem Brückentag-Freitag sprechen wir mit Ricardo [Remmert-] Fontes über die am Wochenende anstehenden Feiern zum 60. Geburtstag der Bundesrepublik. Der Mann veranstaltet nämlich selbst eine – mit dem Titel: “Grundrechte feiern und Fragen stellen” – im Deutschen Historischen Museum sowie Galerien und Clubs.

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May 08
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Onlinepetition gegen Internetsperren ist erfolgreich – Golem.de

Onlinepetition gegen Internetsperren ist erfolgreich
50.000 Mitzeichner zwingen Petitionsausschuss zum Handeln

Über 50.000 Menschen haben eine Petition zur Ablehnung von Internetsperren unterzeichnet. Die Bürgerrechtler hoffen nun, dass die Unterzeichner ihren Protest auch auf die Straße tragen.

(…)

“Der Erfolg von über 50.000 Unterschriften bei der Petition gegen Internetsperren ist ein deutliches Zeichen an die Politik”, sagte Ricardo Cristof Remmert-Fontes, Vorsitzender der Aktion Freiheit statt Angst, Golem.de. Die Internetsperren seien vollkommen ungeeignet, Kindesmissbrauch zu bekämpfen und stellten eine reine Symbolpolitik dar. Internetsperren könnten dazu ausgebaut werden, in Zukunft auch kritische Meinungen zu unterdrücken, sagte er. Wirksame Maßnahmen gegen Kindesmissbrauch würden dagegen zusammengestrichen: Seit Jahren klagten Beratungsstellen für Missbrauchsopfer über Kürzungen ihrer Zuwendungen, gerade unter SPD- und CDU-Landesregierungen, so der Bürgerrechtler.

Das BKA als Polizeibehörde würde die Sperrlisten eigenmächtig und ohne richterliche Anordnung führen. “Eine ähnliche Entwicklung gibt es mit der Novelle des BKA-Gesetzes und dem ‘Gesetz zu Verfolgung der Vorbereitung von schweren staatsgefährdenden Gewalttaten’. Es geht hier nicht ‘nur’ um die Freiheit der Meinungsäußerung im Internet, es geht um grundlegende Prinzipien des Rechtsstaates.”. Es sei zu hoffen, dass die 50.000 Unterzeichner der Petition ihren Protest auch auf die Straße tragen.
(…)

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May 06
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Internetsperren verhindern keinen Missbrauch, Bundestag sollte Gesetz ablehnen

(…)
„Die Bevölkerung hat keine Kontrolle durch eine unabhängige Instanz, die die Richtigkeit der Sperren garantiert. Wer verhindert also, dass diese Listen nicht zur Zensur ganz anderer Inhalte eingesetzt werden?“ fragt Andreas Kerzmann vom “Aktionsbündnis Freiheit statt Angst”.

Ricardo Cristof Remmert-Fontes, Vorsitzender des Aktionsbündnisses, fügt hinzu: „Wir brauchen keine Internetsperren, sondern eine vernünftige Prävention, eine offene gesellschaftliche Diskussion und den Mut, das Thema Kindesmissbrauch mit adäquaten und nicht mit technokratischen Mitteln anzugehen.“

Lotar Küpper vom “Aktionsbündnis Freiheit statt Angst” ergänzt: “Es muß aber auch festgestellt werden, dass die Autoren der Gesetzesvorlage bisher jeden versierten Expertenrat, der auf die Nutzlosigkeit der verwendeten Techniken und deren Auswirkungen hinweist, ignoriert haben.”
(…)

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Apr 20
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SWR2 Leben | Datenschutz: Leben ohne Spuren – SWR2 | SWR.de

SWR2 Leben | DatenschutzLeben ohne Spuren

Wie Menschen ihre digitale Fährte verwischen
Von Philip Banse

Nur bar zahlen, kein Handy, Straßenbahn meiden – viel Aufwand treiben müssen Menschen, die nicht möchten, dass andere ein nahezu lückenloses Bild ihrer Gewohnheiten und Bewegungen erhalten. Staat wie Unternehmen sammeln immer mehr Daten: beim Protokollieren, wer mit wem telefoniert, wer wem eine Mail schickt oder beim Scannen von Nummernschildern auf der Autobahn bei der Suche nach Steuersündern. Diese Spuren sind bares Geld wert oder können helfen Verbrechen aufzuklären. Immer mehr Menschen ist das jedoch unheimlich. Philip Banse begleitet drei Menschen, die ihre digitalen Fußabdrücke verwischen.

Alle Sendetermine:
20.04.2009, 10.05 Uhr, SWR2 Leben, SWR2

Auszug:
“Ricardo Remmert-Fontes, Pferdeschwanz, dunkle Kleidung, sitzt am gründerzeitlichen
Holz-Schreibtisch in seiner Berliner Zweizimmerwohnung. Zwischen Büchern und
Papieren setzt der Datenschutzaktivist eine neue SIM-Karte in sein Handy.
Telefonunternehmen müssen ein halbes Jahr speichern, wer mit wem wann telefoniert,
sagt er. Das kann der 31-jährige Ricardo Remmert-Fontes nicht verhindern. Aber er
kann verhindern, dass mit den gespeicherten Nummern sein Name verbunden ist.
Ricardo kauft für sein Mobiltelefon nur im Voraus bezahlte Pre-Paid-Karten und gibt
dabei einen falschen Namen an, gerade Internet-Händler überprüfen Angaben zur
Person nur selten.

(…)”

Manuskript: Manuskript
(58,4 KB)

Radiobeitrag anhören:

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Feb 26
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Überwachung auf Demonstrationen: Kriminelle Kameras – taz.de

Das Abfilmen der Demonstration „Freiheit statt Angst“ im Oktober 2008 sei rechtens gewesen, behauptet der Berliner Innensenator. Bürgerrechtler sagen, die Polizei überschreite regelmäßig ihre Befugnisse. VON BENJAMIN LAUFER

(…) Gerade das Filmen wegen befürchteter Vermummung scheint zudem nicht dazu geeignet, Straftaten zu verhindern. Vermummen sich die meisten doch gerade wegen der polizeilichen Überwachung. „Je weniger Kameras da sind, desto eher verzichten Demonstrationsteilnehmer auf Vermummung“, sagte der Demonstrationsleiter Ricardo Cristof Remmert-Fontes vom Aktionsbündnis Freiheit statt Angst. „Und leider haben wohl einzelne Kamerateams der Polizei viel mehr gefilmt, als nötig.“ Nach Auffassung des Bündnisses stellt das Vermummungsverbot an sich bereits einen schweren Eingriff in das Versammlungsrecht dar. (…)

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Feb 25
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heise online – 25.02.09 – Berlins Innensenator verteidigt Videoaufnahmen bei Demo “Freiheit statt Angst”

“Es gab im Führungsstab die absurde Vorstellung, dass Videokameras eine präventive Wirkung hätten. Das Gegenteil ist der Fall”, unterstreicht der Demo-Leiter Ricardo Cristof Remmert-Fontes. Im “Großen und Ganzen” sei er aber mit der Zusammenarbeit mit den Behörden zufrieden und freue sich auf die nächste Kundgebung am 12. September 2009.

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Feb 14
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14.02.2009: Eingriff ins Fernmeldegeheimnis? (Tageszeitung Neues Deutschland)

Eingriff ins Fernmeldegeheimnis?
Ricardo Remmert-Fontes über eine Blockade von Kinderpornos im Netz /

ND: Die Bundesfamilienministerin will verstärkt gegen Kinderpornografie im Internet vorgehen. Datenschützer fürchten Eingriffe ins Fernmeldegeheimnis. Weshalb?
Remmert-Fontes: Die Bundesregierung ist sich nicht einmal sicher, wie sie das Vorhaben überhaupt umsetzen will. Ob sie nun eine Sperrliste erarbeitet oder ob tatsächlich Inhalte von Datentransfers analysieren werden, ist noch nicht entschieden. Diese Analyse von Inhalten wäre natürlich ein schwerer Eingriff ins Fernmeldegeheimnis. Das wäre so, als ob die Post jeden Brief automatisch öffnen lassen und dann eine Maschine den Inhalt lesen würde. Diese Maschine müsste dann entscheiden, ob das Überprüfte an die Polizei geht oder an den Empfänger weitergeleitet wird. Aber auch bei normalen Netzsperren ist es schwer zu kontrollieren, ob nicht auch Seiten betroffen sind, die keine illegalen Inhalte bereitstellen.

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Feb 12
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heise online – 12.02.09 – Familienministerin kämpft an allen Fronten für Kinderporno-Sperren

Familienministerin kämpft an allen Fronten für Kinderporno-Sperren

(…) Das Aktionsbündnis “Freiheit statt Angst”, das sich aus dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ausgegliedert hat, wandte sich in einer Stellungnahme ebenfalls entschieden gegen jegliche Filter- und Sperrmechanismen im Internet und den damit befürchteten “weiteren Ausbau der verdachtsunabhängigen Überwachung der Kommunikation aller Bürger”. Eine Kontrolle und Steuerung von Online-Inhalten widerspreche dem Recht auf freie Meinungsäußerung und verletze die Pressefreiheit. Darüber hinaus schütze sie kein einziges Opfer. Wichtiger wären Verbesserungen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden über Rechtsgesuche und Rechtshilfeabkommen sowie ein Stopp des Stellenabbaus bei der Polizei.

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Feb 03
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Zentrale Datenspeicherung von Berliner Schülern – spickmich.de

Schüler befürchten natürlich sorglose Weitergabe und Missbrauch ihrer sensiblen Daten. Auch der Sprecher von “Freiheit statt Angst”, Ricardo Cristof Remmert-Fontes, sieht datenschutzrechtliche Probleme: wo immer Datensätze zentral gesammelt werden, bestehe die Gefahr illegaler Zugriffe – da reichen bereits kleine Unachtsamkeiten, wie etwa ein zu sorgloser Umgang mit Passwörtern.
Weiterhin prognostiziert er bereits konkrete Folgen:
Seit einigen Jahren bereits gibt es eine vergleichbare Datensammlung in Hamburg. Hier flog eine Schülerin auf, die illegal in Hamburg lebte und der nun mitsamt ihrer ganzen Familie die Abschiebung droht. In Berlin sei nun zu befürchten dass Eltern ohne Aufenthaltserlaubnis ihre Kinder nicht mehr in die Schule schicken – dies wäre für die Integration nicht gerade förderlich.

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